Wir schweifen ab #21 – For Clementine!

…aber nicht zuletzt auch wegen unseres eigenen enormen Redebedarfs und natürlich für unsere Hörer präsentieren wir, der Indie-Podcast “Wir schweifen ab”, euch an dieser Stelle mit großer Freude eine Spezialfolge zu The Walking Dead, die von oben bis unten nicht nur mit vielen Spoilern, sondern auch mit unseren Gedanken zu einem der unserer Meinung nach besten Erlebnisse des Spielejahres 2012 zum Bersten gefüllt ist.

Wir unterhalten uns u. a. darüber, wieso Philipp bei der Aufnahme einen Zettel vor sich liegen hat, auf dem nichts anderes steht als immer wieder der Name “Clementine”, versuchen Bernd zu therapieren, der ein gewisses Erlebnis in Episode 2 noch nicht so ganz verdaut (gnihihi) hat, grübeln darüber, welches Erlebnis uns aus fünf Episoden am meisten hängen geblieben ist, haben so unsere Schwierigkeiten damit, eine der Episoden zu unserer  “Lieblings”-Episode zu erklären und sind echte Männer, weil wir weinen. Wegen eines Mädchens.

Ach, und noch so viel mehr. Auf Zeitmarken verzichten wir deshalb, da es aufgrund teils sehr sprunghafter Übergänge nur wenig Sinn gemacht hätte. Wir hoffen, dass euch das vom Hören des (wie überraschend) mal wieder länger als geplant gewordenen Podcasts nicht abhält und würden uns über euer Feedback zur Folge, aber eben auch über eure eigenen Erlebnisberichte mit The Walking Dead in den Kommentaren sehr freuen.

Außerdem möchte sich Philipp an dieser Stelle ausdrücklich dafür entschuldigen, diese Podcast-Folge nicht mit der Intonation des Songs “Clementine” von Mark Owen begonnen zu haben. Eine “missed opportunity” sondergleichen (währenddessen sitzt irgendwo Bernd, liest das hier und schickt ein kurzes “Danke, Gott”-Gebet in den Himmel).

Einen besonders lesenswerten Link wollen wir euch noch mit auf den Weg geben.

GiantBomb: Faces of Death-Feature (frühere “Folgen” sind im Artikel selbst verlinkt)

Ihr könnt euch die Folge entweder direkt in unserem Player anhören, sie alternativ aber auch herunterladen oder über iTunes abonnieren. Falls ihr öfter mal auf iTunes unterwegs seid, würden wir uns übrigens über Bewertungen oder gar Rezensionen freuen. Falls euch unser Podcast gefällt: Empfehlt uns weiter und gebt uns Feedback. Falls er euch nicht gefällt: Empfehlt uns nicht weiter und gebt uns einfach trotzdem Feedback. Deal?

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3 Responses to Wir schweifen ab #21 – For Clementine!

  1. Tim Rozenski says:

    Ich bin ja der TWD-Hater.

    Ich hab Episode 1 gespielt und fühlte mich verarscht. Ich hab mir die ersten beiden Staffeln der Serie angesehen und war massiv enttäuscht.

    Für mich taugt die Franchise einfach nicht und für mich taugt vor allem das Spiel überhaupt nicht. Es wurde in den späteren Episoden besser (bei denen ich mich gespoilt habe, weil ich Telltale nicht noch einen einzigen Euro geben wollte), aber ich dachte nur: “Die Leute sind von diesem Mist echt emotional angeknackst?”

    Aufgesetzte Entscheidungen, schwachsinnige Rätsel. Und ja, ich empfinde das Batterien-Rätsel als Beleidigung. Für mich als Spieler und für den Charakter Carley, die in der Situation ganz offensichtlich wesentlich dümmer als sonst, ja geradezu debil. Zombie-Apokalypse hin oder her, so doof ist Carley nicht. Der Hauptfigur wird eine Vorgeschichte gegeben, aber diese wird nie richtig aufgelöst. Andere Charaktere werden mehr schlecht als recht dargestellt und dann soll ich auch noch was empfinden, wenn offensichtliche Redshirts wie Mark in Episode 2 eingeführt werden und dann, oh Wunder, sofort auch wieder wegsterben?

    Die “emotionalen” Szenen wie beispielsweise die mit Lees Bruder haben das gleiche Problem wie die Serie: Es wird ein Foto gezeigt, mit dem so getan wird, als sei ein gewisser Zombie jemals etwas anderes als eine wandelnde Leiche gewesen. Für mich funktioniert das nicht. Zeigt mir einen Flashback, in dem mir ein echter Charakter präsentiert wird und versucht nicht, mit einer plumpen Krücke Emotionen auszulösen. Von Jaqui erfahren wir in der Serie, dass sie Kaffeemaschinen mag, dann ist sie auch schon tot. Frank Darabont hatte Charakterentwicklung auch schonmal besser drauf, aber vielleicht lag das auch nur an den Stephen-King-Vorlagen. Ist ok, wenn das bei anderen funktioniert, um mich rumzukriegen, müssen sich Medienschaffende doch deutlich mehr Mühe geben.

    Clementine ist die größte Errungenschaft des Spieles, weil sie zeigt, wie man Kindercharaktere gut darstellt. Die Serie bietet mit Carl das perfekte Gegenbeispiel, bei dem Nervsack will ich, dass er zerfetzt wird.

    Aber ansonsten werde ich das Gefühl nicht los, dass die Franchise in ihrer Gesamtheit leicht überhypet ist und ich kann durchaus damit leben, wenn ich als Hater hingestellt werde, nur weil ich an der heiligen Kuh auch mal berechtigte und völlig offensichtliche Kritik übe.

  2. q. says:

    Ich weiss gar nicht so recht, was ich zum Kommentar von Tim sagen soll. Kritik hin oder her, aber wenn man doch jemandem wegen so einem Fliegenschiss wünscht, dass er zerfetzt wird, liegt doch einiges im Argen.

    Naja, mir hat die erste Staffel von TWD jedenfalls gut gefallen, auch wenn ich die Lobreden nicht ganz nachvollziehen kann. In den Top 10s von Giantbomb war es ja auch sehr sehr sehr weit oben angesiedelt. Dafür hat es mich nicht gut genug gepackt, aber ich muss auch sagen, dass die Episodenvariante nicht sonderlich gut verwendet wurde. Wenn man dann doch mal 2 Monate dazwischen warten musste, hat mich das doch noch mehr rausgerissen, als wenn es wie im TV nur 1 oder 2 Wochen gewesen wären.

    Handwerklich fand ich es insgesamt ganz gelungen, muss euch beim Finale aber auch zustimmen. Dass man auf “diese eine Person” trifft, um mit den eigenen Entscheidungen konfrontiert zu werden, ist ansich eine lobenswerte Idee, narrativ fand ichs aber viel zu unglaubwürdig und es wirkte daher auch aufgesetzt. Vielleicht war es für mich aber auch nicht schlimm, weil ich ein reines Gewissen hatte. Das hat es für mich insgesamt doch ein wenig heruntergezogen.

    Was Tim aber auch noch meint… was hätte man bei Lees Vorgeschichte noch auflösen sollen? Ich hab dazu keine Fragen mehr. Es wurde deutlich genug gezeigt, was er für ein Mensch ist und alles andere ist irrelevant.

  3. Pingback: Wir schweifen ab #22 – Thomas “Nöcki” Müller | Wir schweifen ab